Vom umstrittenen Bauprojekt zum Wahrzeichen der Stadt

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“Ein neues Wahrzeichen an der Elbe”

Mein Name ist Jakob Diener, ich bin freiberuflicher Journalist aus Nordrhein-Westfalen.

“Das Bauwerk”

  • Die Elbphilharmonie gehört heute zu den bekanntesten Bauwerken Deutschlands und ist längst weit mehr als ein Konzerthaus.
  • Sie steht in der Hamburger HafenCity direkt an der Elbe, verbindet historische Backsteinarchitektur mit einer spektakulären gläsernen Konstruktion und ist zu einem internationalen Symbol für Hamburg geworden.
  • Das Gebäude beherbergt Konzertbereiche, eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform, Gastronomie, ein Hotel, Wohnungen und ein Parkhaus.

”Herzstück ist der Große Saal mit rund 2.100 Plätzen”

  • Architektonisch wirkt das Gebäude wie eine gigantische Welle aus Glas, die auf einem historischen Hafenspeicher sitzt.
  • Die geschwungene Dachlandschaft erreicht an ihrem höchsten Punkt rund 110 Meter.
  • Dadurch ragt die Elbphilharmonie weithin sichtbar über den Hamburger Hafen und bildet einen markanten Kontrast zu den traditionellen Backsteingebäuden der Speicherstadt und HafenCity.

“Die Geschichte reicht wesentlich weiter zurück”

  • Die Geschichte der Elbphilharmonie beginnt nicht erst mit dem eigentlichen Bau.
  • Ihr Fundament ist der sogenannte Kaispeicher A, dessen Geschichte bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht.
  • Bereits 1875 entstand an dieser Stelle ein Hafenspeicher.
  • Der historische Kaiserspeicher war ursprünglich ein bedeutendes Lagergebäude des Hamburger Hafens und verfügte über rund 19.000 Quadratmeter Lagerfläche.

”Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde der alte Kaiserspeicher 1963 gesprengt”

  • 1966 entstand anschließend der neue Kaispeicher A, der vor allem für die Lagerung von Waren wie Kakao, Tabak und Tee genutzt wurde.
  • Mit dem Wandel des Hamburger Hafens verlor der Speicher jedoch zunehmend seine ursprüngliche Funktion.
  • Ab den 1990er-Jahren stand das Gebäude weitgehend leer.
  • “Genau diese Situation eröffnete schließlich die Möglichkeit für eine außergewöhnliche städtebauliche Idee”
  • Aus einem ehemaligen Warenlager sollte ein international bedeutendes Konzerthaus werden.

“Die Idee für ein Konzerthaus auf dem Speicher”

  • Zu Beginn der 2000er-Jahre nahm die Vision konkrete Formen an.
  • Der Hamburger Projektentwickler und Architekt Alexander Gérard entwickelte gemeinsam mit seiner Frau Jana Marko die Idee einer neuen Musikhalle auf dem ehemaligen Kaispeicher A.

”2003 wurde das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron mit einer Projektskizze beauftragt”

  • Das Architekturbüro entwickelte schließlich jene spektakuläre Kombination aus massivem Backsteinsockel und dem gläsernen Aufbau, die heute weltweit mit Hamburg verbunden wird.
  • Der Entwurf sah vor, den alten Kaispeicher nicht einfach abzureißen, sondern ihn als Sockel für den Neubau zu verwenden.
  • Dadurch entstand eine architektonische Verbindung zwischen der Geschichte des Hamburger Hafens und der modernen Kulturstadt Hamburg.
  • Genau dieses Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart gehört bis heute zu den wichtigsten Merkmalen des Gebäudes.

“Baubeginn und eine außergewöhnlich komplizierte Baugeschichte”

  • Im April 2007 begann der Bau der Elbphilharmonie.
  • Der vorhandene Kaispeicher wurde nahezu vollständig entkernt, während seine äußere Struktur erhalten blieb.
  • Für die gewaltige Konstruktion wurden insgesamt 1.111 Stahlbetonpfähle eingesetzt, die das Gebäude im schwierigen Baugrund des Hafengebietes verankern.
  • Auf dem alten Speicher wuchs anschließend ein völlig neuer Gebäudekomplex in die Höhe.

”2010 war bereits das 25. Stockwerk erreicht, und gleichzeitig begann die Montage der charakteristischen Glasfassade”

  • Die äußere Erscheinung der Elbphilharmonie wurde damit zunehmend sichtbar.
  • Allerdings entwickelte sich das Projekt zu einem der umstrittensten öffentlichen Bauvorhaben Deutschlands.
  • Ursprünglich waren deutlich niedrigere Kosten vorgesehen.
  • Im Laufe der Planungen und Bauarbeiten stiegen die Kosten jedoch massiv an, gleichzeitig kam es zu erheblichen Verzögerungen und einem lang andauernden Baustopp.
  • Die Baugeschichte wurde deshalb über Jahre hinweg von politischen Diskussionen, juristischen und vertraglichen Problemen sowie Fragen nach der Verantwortung für die Kostensteigerungen begleitet.

“Die Kosten – eine der größten Kontroversen”

  • Die Kostenentwicklung der Elbphilharmonie gehört untrennbar zu ihrer Geschichte.
  • Nach den ursprünglichen Planungen lagen die finanziellen Vorstellungen noch weit unter der später tatsächlich erreichten Summe.
  • In den offiziellen Projektdaten werden für den Vertragsabschluss 2006 Gesamtkosten von 348 Millionen Euro genannt.

”2009 waren es bereits 572 Millionen Euro”

  • Nach der Neuordnung des Projekts 2013 wurde eine Gesamtsumme von 865 Millionen Euro angegeben, davon 789 Millionen Euro als Anteil der Stadt.
  • Unter Einbeziehung von Spenden wurde schließlich häufig eine Größenordnung von rund 866 Millionen Euro genannt.
  • Damit wurde die Elbphilharmonie zu einem besonders prominenten Beispiel dafür, wie stark sich die finanziellen Dimensionen eines komplexen öffentlichen Projektes verändern können.
  • Trotz der enormen Kosten entwickelte sich das Gebäude nach seiner Fertigstellung zu einem Publikumsmagneten und zu einem der bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands.

“Die spektakuläre Glasfassade”

  • Eine der auffälligsten Eigenschaften der Elbphilharmonie ist ihre Glasfassade.
  • Insgesamt wurden 1.100 individuell gefertigte Glaselemente eingesetzt.
  • Kein gewöhnliches Glasfenster vermittelt dabei den Eindruck der gewaltigen, schimmernden Gebäudehülle.
  • Die Elemente sind speziell konstruiert und teilweise geschwungen.

”Am 31. Januar 2014 wurde das letzte der 1.100 Glaselemente am Rand der geschwungenen Dachlandschaft montiert”

  • Damit war die Elbphilharmonie äußerlich fertiggestellt.
  • Die Fassade reflektiert Himmel, Wasser und Stadt und verändert dadurch ihr Erscheinungsbild je nach Tageszeit, Wetter und Licht.
  • Besonders bei Sonnenuntergang oder bei nächtlicher Beleuchtung entsteht der Eindruck, dass sich das Gebäude optisch mit der Elbe und dem Himmel verbindet.

“Eine gewaltige Konstruktion aus Stahl und Beton”

  • Die Dimensionen des Bauwerks sind beeindruckend.
  • Die gesamte Bruttogeschossfläche beträgt rund 120.000 Quadratmeter.
  • Der Bruttorauminhalt liegt bei ungefähr 485.000 Kubikmetern.
  • Das Gesamtgewicht des Hauses wird mit rund 200.000 Tonnen angegeben.
  • Für die Konstruktion wurden etwa 18.000 Tonnen Stahl und rund 63.000 Kubikmeter Beton verarbeitet.

”Auch das Dach ist ein außergewöhnliches Ingenieurbauwerk”

  • Der höchste Punkt der westlichen Dachlandschaft liegt bei rund 110 Metern, während der höchste Punkt im Osten etwa 88 Meter erreicht.
  • Die Dachlandschaft ist damit keineswegs eben, sondern steigt und fällt in einer markanten Wellenbewegung.
  • Rund 1.100 Stahlträger bilden die komplexe Dachkonstruktion.
  • Jeder dieser Träger ist als individuelle dreidimensionale Konstruktion ausgeführt.
  • Das Dach selbst wiegt ungefähr 700 Tonnen.

“Die Plaza – Hamburgs Aussichtspunkt über der Elbe”

  • Eine besondere Rolle innerhalb des Gebäudes spielt die Plaza.
  • Sie liegt auf etwa 37 Metern Höhe zwischen dem historischen Kaispeicher und dem gläsernen Neubau.
  • Von hier aus bietet sich ein nahezu vollständiger Rundumblick über Hamburg, die Elbe und den Hafen.

”Die Plaza wurde bereits am 4. November 2016 und damit vor der offiziellen Eröffnung der Konzertsäle für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht”

  • Sie entwickelte sich unmittelbar zu einem Publikumsmagneten.
  • Die Fläche der Plaza beträgt etwa 4.400 Quadratmeter und ist damit sogar größer als der Hamburger Rathausmarkt mit rund 4.000 Quadratmetern.
  • Besonders interessant ist, dass die Plaza nicht ausschließlich Konzertbesuchern vorbehalten ist.

”Sie ist als öffentlicher Ort konzipiert und kann unabhängig von einem Konzert besucht werden”

  • Nach aktuellem Stand ist die Plaza täglich von 10 bis 24 Uhr geöffnet.
  • Die offizielle Elbphilharmonie weist allerdings darauf hin, dass sich die Regelung für den Zugang ab dem 5. Oktober 2026 ändert.
  • Der bisher kostenlose Eintritt wird dann grundsätzlich fünf Euro kosten.

“Die berühmte Tube”

  • Bereits beim Betreten der Elbphilharmonie erwartet Besucher ein architektonisches Erlebnis.
  • Eine rund 82 Meter lange, gebogene Rolltreppe – die sogenannte Tube – führt vom Eingangsbereich hinauf in Richtung Plaza.
  • Durch ihre geschwungene Konstruktion entsteht nicht der Eindruck einer gewöhnlichen Rolltreppe.
  • Vielmehr wird der Aufstieg selbst zu einem Teil der Architektur.

“Von der Plaza aus werden anschließend die Konzertbereiche erschlossen”

Der Große Saal liegt deutlich höher im Gebäude, während der Kleine Saal auf der zehnten Etage erreichbar ist.

Die Kai Studios befinden sich in der zweiten und dritten Etage.

“Der Große Saal – das akustische Herzstück”

  • Der Große Saal ist das musikalische Zentrum der Elbphilharmonie.
  • Er verfügt über rund 2.100 Plätze und wurde nach dem sogenannten Weinberg-Prinzip konzipiert.

”Anders als bei einem klassischen Konzertsaal sitzt das Publikum nicht ausschließlich frontal vor der Bühne”

  • Die Bühne befindet sich in der Mitte und die Zuschauerränge steigen terrassenförmig um sie herum an.
  • Dadurch soll eine besonders unmittelbare Verbindung zwischen Musikern und Publikum entstehen.
  • Der Saal ist ungefähr 50 Meter lang, 40 Meter breit und 25 Meter hoch.
  • Die maximale Entfernung zwischen einem Zuschauerplatz und dem Dirigenten beträgt lediglich etwa 30 Meter.

”Der oberste Zuschauerplatz liegt rund 17,80 Meter über dem Parkett”

  • Im Standardbetrieb verfügt der Große Saal über 2.091 Plätze.
  • Je nach Veranstaltung kann die Bestuhlung verändert werden.
  • Für bestimmte größere Chorbesetzungen können zusätzliche Plätze hinter der Bühne genutzt werden.

“Das revolutionäre „Raum-in-Raum“-Prinzip”

  • Eine der technischen Besonderheiten des Großen Saals ist seine vollständige akustische Entkopplung vom restlichen Gebäude.
  • Der Konzertsaal ist praktisch ein Gebäude im Gebäude.
  • Insgesamt 362 Stahlfederpakete tragen die Konstruktion und verhindern, dass störende Schwingungen aus dem restlichen Haus in den Konzertsaal übertragen werden.

“Das bedeutet vereinfacht gesagt”

  • Wenn im Gebäude außerhalb des Konzertsaals Menschen laufen, Aufzüge fahren oder technische Anlagen arbeiten, sollte davon im Konzertsaal möglichst nichts zu hören sein.
  • Die Federkonstruktion ist deshalb ein zentraler Bestandteil der außergewöhnlichen Akustikarchitektur.

“Die „Weiße Haut“ – Millionen kleine akustische Entscheidungen”

  • Besonders berühmt ist die sogenannte „Weiße Haut“.
  • Dabei handelt es sich um eine speziell entwickelte Wand- und Deckenverkleidung des Großen Saals.
  • Die Oberfläche besteht aus rund 6.500 Quadratmetern speziell gefräster Gipsfaserplatten.
  • Jede Platte besitzt eine exakt berechnete Oberflächenstruktur.

”Entwickelt wurde dieses Konzept von Herzog & de Meuron gemeinsam mit dem japanischen Akustiker Yasuhisa Toyota”

  • Die Oberfläche ist nicht einfach dekorativ.
  • Ihre Strukturen dienen dazu, den Schall kontrolliert zu reflektieren und im gesamten Saal zu verteilen.
  • Flache Bereiche reflektieren den Schall direkter, während stärker strukturierte Bereiche die Schallwellen stärker streuen.
  • Damit wird deutlich, warum die Elbphilharmonie nicht nur ein spektakuläres Gebäude, sondern auch ein hochkomplexes akustisches Instrument ist.

“Der Klangreflektor über der Bühne”

  • Über der Bühne des Großen Saals befindet sich ein großer Klangreflektor.
  • Er hängt ungefähr 15 Meter über der Bühne und besitzt einen Durchmesser von etwa 15 Metern.
  • Seine Aufgabe besteht unter anderem darin, den Klang gezielt in den Saal zu lenken und den Musikern auf der Bühne eine bessere akustische Orientierung zu ermöglichen.

“Die Konstruktion des Saales verfolgt damit ein grundlegendes Ziel”

  • Jeder Besucher soll die Musik möglichst direkt erleben können.
  • Die räumliche Nähe zur Bühne und die terrassenförmige Anordnung sorgen dafür, dass sich das Publikum nicht wie in einem riesigen Auditorium weit von den Musikern entfernt fühlt.

“Der Kleine Saal – flexibel und vielseitig”

  • Neben dem Großen Saal besitzt die Elbphilharmonie einen kleinen Saal.
  • Er ist wesentlich intimer und für unterschiedliche musikalische und kulturelle Formate ausgelegt.
  • Dazu gehören insbesondere Kammermusik, Jazz, Weltmusik, Liederabende und kleinere Ensembles.
  • Die offizielle Kapazität liegt je nach Bestuhlung bei bis zu etwa 550 Besuchern.
  • Der Kleine Saal funktioniert nach einem anderen architektonischen Prinzip als der Große Saal.
  • Er entspricht grundsätzlich eher dem klassischen „Schuhschachtel“-Typ eines rechteckigen Konzertsaals.

“Gleichzeitig ist er äußerst flexibel”

  • Die Zuschauertribüne kann bewegt werden, ebenso die Bühnenelemente.
  • Dadurch kann der Raum für unterschiedliche Veranstaltungen angepasst werden.
  • Im Standardaufbau fasst der Saal 532 Zuschauer.
  • Wird die Bühne vergrößert, reduziert sich die Zahl der Plätze.
  • Ohne Zuschauertribüne kann der Raum sogar vollständig ebenerdig genutzt werden und verfügt dann über eine Fläche von rund 435 Quadratmetern.

“Die Kaistudios – Musikvermittlung und Experiment”

  • Die Elbphilharmonie ist nicht ausschließlich ein Ort für große Orchesterkonzerte.
  • In den Kaistudios in der zweiten und dritten Etage finden zahlreiche Angebote der Musikvermittlung, Workshops, Proben, Vorträge und experimentelle Musikformate statt.
  • Das Kaistudio 1 bietet Platz für bis zu 150 Besucher.
  • Damit verfolgt die Elbphilharmonie ein Konzept, das weit über den klassischen Konzertbetrieb hinausgeht.
  • Kinder, Jugendliche, Familien, Musikinteressierte und professionelle Musiker sollen gleichermaßen Zugang zu musikalischen Erfahrungen erhalten.

“Hotel, Wohnungen und Gastronomie”

  • Die Elbphilharmonie ist zugleich ein multifunktionales Gebäude.
  • Im östlichen Gebäudeteil befindet sich das Hotel „The Westin Hamburg“ mit 244 Zimmern und Suiten sowie Gastronomie-, Bar-, Wellness- und Konferenz-Angeboten.

”Darüber hinaus befinden sich im Gebäude 45 Wohnungen”

  • Ihre Lage unmittelbar über dem Hamburger Hafen macht sie zu einem der außergewöhnlichsten Wohnstandorte der Stadt.
  • Große Glasflächen, Balkone und der Blick auf die Elbe, Hafen und Stadt gehören zu den besonderen Merkmalen dieser Wohnungen.
  • Auch die Gastronomie gehört zum Gesamtkonzept.
  • Die Elbphilharmonie verbindet damit Konzertbetrieb, Tourismus, Hotellerie, Wohnen, Gastronomie und öffentliche Stadträume unter einem gemeinsamen architektonischen Dach.

“Die Eröffnung am 11. Januar 2017”

  • Nach fast zehn Jahren Bauzeit wurde die Elbphilharmonie am 11. Januar 2017 offiziell eröffnet.
  • Das Eröffnungskonzert im Großen Saal wurde vom NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Thomas Hengelbrock gestaltet.
  • Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden von zahlreichen hochrangigen Gästen aus Politik und Kultur begleitet.

”Das Eröffnungsprogramm trug den Titel „Zum Raum wird hier die Zeit“!”

  • Es verband Werke verschiedener Epochen und führte schließlich zu Beethovens Neunter Sinfonie.
  • Ein eigens für die Eröffnung in Auftrag gegebenes Werk des Komponisten Wolfgang Rihm gehörte ebenfalls zum Programm.
  • Die Eröffnung war nicht auf einen einzigen Abend beschränkt.
  • Vom 11. bis zum 29. Januar 2017 folgte ein dreiwöchiges Eröffnungsfestival mit zahlreichen internationalen Künstlern und Ensembles.

“Das NDR Elbphilharmonie Orchester”

  • Eine zentrale musikalische Rolle übernimmt das NDR Elbphilharmonie Orchester.
  • Mit dem Einzug in das neue Konzerthaus erhielt das bereits zuvor bestehende NDR Sinfonieorchester eine neue musikalische Heimat und trat fortan unter seinem neuen Namen auf.
  • Das Orchester ist das Residenzorchester der Elbphilharmonie und gehört damit zu den wichtigsten musikalischen Institutionen des Hauses.
  • Die Eröffnungskonzerte 2017 wurden von Thomas Hengelbrock dirigiert.
  • In den folgenden Jahren entwickelte sich die Elbphilharmonie zu einer Bühne für internationale Spitzenorchester, Dirigenten, Solisten, Kammermusikensembles, Jazzmusiker und Künstler aus unterschiedlichsten musikalischen Richtungen.

“Vom Skandal-Projekt zum Publikumsmagneten”

  • Die öffentliche Wahrnehmung der Elbphilharmonie hat sich seit ihrer Eröffnung grundlegend verändert.
  • Während sie während der Bauzeit vor allem wegen der Kostensteigerungen und Verzögerungen kritisiert wurde, wird das fertige Gebäude heute weltweit als architektonisches Wahrzeichen wahrgenommen.

”Die Plaza spielt dabei eine besondere Rolle”

  • Sie macht das Gebäude auch für Menschen interessant, die gar kein Konzert besuchen möchten.
  • Täglich können bis zu 17.000 Menschen die Plaza besuchen, um den Ausblick auf Hamburg und den Hafen zu genießen.
  • Damit gehört die Elbphilharmonie zu den besonders stark frequentierten Sehenswürdigkeiten Europas.
  • Gerade diese Verbindung aus Kultur, Architektur und öffentlichem Raum hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Elbphilharmonie ihre Funktion als Konzerthaus überschritten hat.
  • Sie ist zu einem Bestandteil des touristischen und städtischen Selbstverständnisses Hamburgs geworden.

“Ein Gebäude zwischen Hafen, Stadt und Zukunft”

  • Die Elbphilharmonie steht symbolisch für den Wandel Hamburgs.
  • Der Standort war einst ein Ort des Warenumschlags und der Lagerung von Kakao, Tabak und Tee.

”Heute steht dort ein international beachtetes Kulturgebäude”

  • Aus einem historischen Speicher wurde ein modernes Zentrum für Musik, Architektur und Tourismus.
  • Gerade diese Kombination macht die Elbphilharmonie so außergewöhnlich.
  • Der Backsteinsockel erinnert an Hamburgs Geschichte als Hafen- und Handelsstadt, während die gläserne Konstruktion nach oben eine völlig andere Sprache spricht.
  • Die geschwungene Dachlandschaft erinnert an Wellen der Elbe, die Glasfassade reflektiert das Wasser und der öffentliche Platz auf 37 Metern Höhe öffnet das Gebäude zur Stadt.

“Ein architektonisches Experiment, das funktioniert hat”

  • Die Elbphilharmonie ist deshalb ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie aus einem zunächst äußerst umstrittenen Bauprojekt ein international anerkanntes Wahrzeichen entstehen kann.
  • Die Kostenexplosion und die jahrelangen Verzögerungen bleiben Teil ihrer Geschichte und dürfen bei einer seriösen Betrachtung nicht verschwiegen werden.
  • Gleichzeitig lässt sich die heutige Bedeutung des Gebäudes nicht allein anhand der Baukosten beurteilen.
  • Mit ihren rund 120.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, etwa 200.000 Tonnen Gesamtgewicht, rund 18.000 Tonnen Stahl, 63.000 Kubikmetern Beton, 1.100 Glaselementen, einer Dachhöhe von bis zu 110 Metern, der 37 Meter hohen Plaza, zwei Konzertsälen, Kaistudios, Hotel, Wohnungen, Gastronomie und Parkhaus ist die Elbphilharmonie ein außergewöhnlich komplexes Gesamtbauwerk.

“Die Elbphilharmonie heute”

  • Heute steht die Elbphilharmonie für eine Mischung aus Musik, Architektur, Stadtentwicklung und internationalem Kulturleben.
  • Der Große Saal ist das Herzstück, der Kleine Saal schafft Raum für kleinere und flexible Formate, die Kaistudios öffnen das Haus für Musikvermittlung und Experimente und die Plaza macht das Gebäude zu einem öffentlichen Ort für jedermann.

”Damit ist die Elbphilharmonie letztlich mehr als eine Philharmonie”

  • Sie ist Konzertsaal, Aussichtspunkt, architektonisches Wahrzeichen, touristisches Ziel, Hotel, Wohngebäude und kultureller Begegnungsort zugleich.
  • Ihre Geschichte erzählt von einer großen Vision, erheblichen Problemen bei ihrer Umsetzung und schließlich von einem Bauwerk, das sich nach seiner Eröffnung fest in das Bild Hamburgs eingeschrieben hat.
  • Die Elbphilharmonie ist damit eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür, wie Architektur eine Stadt verändern kann.
  • Aus einem ehemaligen Hafenspeicher wurde ein neues Wahrzeichen Hamburgs – ein Gebäude, das die Geschichte des Hafens bewahrt und gleichzeitig den Blick weit in die Zukunft richtet.
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