„Wenn ich an Rothenburg ob der Tauber denke, dann sehe ich zunächst Fachwerkhäuser, Türme, eine historische Stadtmauer und den berühmten Blick auf das Plönlein„
- Doch je intensiver ich mich mit der Stadt beschäftigt habe, desto deutlicher wurde mir, dass Rothenburg weit mehr ist als eine besonders schöne mittelalterliche Kulisse.
„Rothenburg ist Geschichte, Architektur, Religion, Handwerk, Landschaft, Tourismus, Gastronomie und moderne Stadt zugleich.
Und gerade diese Verbindung macht die Stadt für mich so interessant“
- Mein Name ist Jakob Diener, ich bin freiberuflicher Journalist aus Nordrhein-Westfalen.
„Wo liegt Rothenburg ob der Tauber?“
- Rothenburg ob der Tauber liegt in Mittelfranken im Landkreis Ansbach, im Norden Bayerns.
- Die Stadt befindet sich unmittelbar an der Grenze zu Baden-Württemberg und liegt auf einer Hochfläche oberhalb des Taubertals.
- Die historische Altstadt befindet sich innerhalb einer weitgehend erhaltenen Stadtbefestigung.
- Gleichzeitig gehört Rothenburg landschaftlich zum Taubertal und liegt an zwei bekannten touristischen Routen: der Romantischen Straße und der Burgenstraße.
- Die Stadt hat eine Fläche von rund 41,75 Quadratkilometern und liegt etwa 425 Meter über dem Meeresspiegel. 2025 lebten rund 11.400 Menschen in Rothenburg ob der Tauber.
- Damit ist Rothenburg keine Großstadt, sondern eine vergleichsweise kleine Stadt, die durch ihre historische Bedeutung international bekannt geworden ist.
„Die Anfänge der Stadt“
- Die Geschichte Rothenburgs beginnt nicht erst mit der berühmten mittelalterlichen Altstadt.
- Bereits um das Jahr 970 bestand in Detwang, heute ein Ortsteil Rothenburgs, eine wichtige kirchliche Siedlung. Um 1080 entstand vermutlich eine erste Burganlage.
- Eine entscheidende Entwicklung begann im 12. Jahrhundert. König Konrad III. ließ auf dem heutigen Burgberg eine Burg errichten, die als „Rote Burg“ bezeichnet wurde. Aus dieser Bezeichnung entwickelte sich schließlich der Name Rothenburg.
- 1241 wird Rothenburg erstmals als „Civitas“ erwähnt. 1274 wurde die Stadt unter König Rudolf von Habsburg zur freien Reichsstadt erhoben.
- Damit begann eine Entwicklung, die Rothenburg für mehrere Jahrhunderte prägen sollte.
„Rothenburg als Reichsstadt“
- Als freie Reichsstadt war Rothenburg unmittelbar dem Kaiser unterstellt.
- Die Stadt konnte ihre politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten weitgehend selbst bestimmen und entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum in der Region.
- Im späten Mittelalter vergrößerte Rothenburg sein Herrschaftsgebiet erheblich.
- Eine besonders wichtige Persönlichkeit dieser Zeit war Heinrich Toppler.
- Der Bürgermeister und Ratsherr gehörte zu den einflussreichsten Personen Rothenburgs im späten 14. Jahrhundert.
- Sein Name ist heute noch mit dem sogenannten Topplerschlösschen im Taubertal verbunden.
- Rothenburg war zu dieser Zeit nicht nur eine befestigte Stadt, sondern auch ein wirtschaftliches und politisches Zentrum.
„Die Stadtmauer“
- Was mich bei Rothenburg besonders beeindruckt, ist die Verbindung von Stadt und Befestigung.
- Die historische Stadtmauer umschließt die Altstadt auf einer Länge von ungefähr vier Kilometern.
- Zahlreiche Türme, Tore und Wehrgänge sind bis heute erhalten.
- Die Stadtmauer ist deshalb nicht lediglich ein Denkmal. Sie erklärt auch, wie eine mittelalterliche Stadt funktionierte.
- Tore kontrollierten den Zugang, Türme dienten der Verteidigung und die Mauer bildete eine klare Grenze zwischen Stadt und Umland.
- Wer heute über den Wehrgang geht, erlebt diese historische Struktur unmittelbar.
„Plönlein und Marktplatz“
- Das bekannteste Motiv Rothenburgs dürfte ohne Zweifel das Plönlein sein.
- Das gelbe Fachwerkhaus mit dem kleinen Brunnen, dem Kobolzeller Tor und dem Siebersturm ist zu einem weltweiten Symbol der Stadt geworden.
- Doch Rothenburg besteht nicht aus einem einzigen Fotomotiv.
- Nur wenige Minuten entfernt liegt der Marktplatz mit dem Rathaus.
- Der Rathauskomplex verbindet verschiedene Epochen.
- Der ältere Teil entstand im gotischen Stil, während der Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert stammt. Der Rathausturm ist ungefähr 60 Meter hoch.
- Damit steht das Rathaus selbst beispielhaft für die Entwicklung Rothenburgs über mehrere Jahrhunderte.
„Kirchen und Kunst“
- Eine besondere Stellung nimmt die evangelische Stadtpfarrkirche St. Jakob ein.
- Hier befindet sich der berühmte Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider, der um 1500 entstand.
- Der Altar gehört zu den bedeutendsten Werken der spätmittelalterlichen deutschen Holzschnitzkunst.
- In St. Jakob befinden sich außerdem weitere bedeutende Kunstwerke, darunter der Zwölfbotenaltar von Friedrich Herlin.
- Für mich zeigt sich hier eine andere Seite Rothenburgs: Hinter den Fachwerkhäusern und den bekannten Straßenbildern steckt eine bedeutende religiöse und kunstgeschichtliche Vergangenheit.
„Museen als Gedächtnis der Stadt“
- Rothenburg besitzt mehrere Museen, die unterschiedliche Teile dieser Geschichte erzählen.
- Das RothenburgMuseum befindet sich im ehemaligen Dominikanerinnenkloster und beschäftigt sich mit der Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung.
- Das Mittelalterliche Kriminalmuseum widmet sich der Rechts- und Kriminalgeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit.
- Das Deutsche Weihnachtsmuseum beschäftigt sich mit der Geschichte des Weihnachtsbrauchtums und der entsprechenden Dekoration.
- Dazu kommen weitere Einrichtungen wie das Historiengewölbe und die zahlreichen historischen Bereiche der Stadt.
- Besonders interessant finde ich dabei, dass die Museen unterschiedliche Perspektiven eröffnen. Rothenburg wird dadurch nicht nur als romantische Stadt präsentiert, sondern auch als historischer Lebensraum.
„Versteckte Orte und besondere Perspektiven“
- Wer Rothenburg nur vom Marktplatz bis zum Plönlein durchläuft, sieht zwar die bekanntesten Motive, aber längst nicht die ganze Stadt.
- Der Klostergarten gehört zu den ruhigeren Bereichen.
- Der ehemalige Garten des Dominikanerinnenklosters bietet einen völlig anderen Blick auf die Stadt.
- Auch der Kalkturm ist ein interessantes Beispiel dafür, wie sich historische Stadtbefestigung und ungewöhnliche Perspektiven miteinander verbinden.
- Noch stärker verändert sich der Blick, wenn man die Altstadt verlässt und ins Taubertal hinuntergeht.
- Dort befinden sich unter anderem das Topplerschlösschen, die Doppelbrücke und das historische Wildbad.
- Von unten betrachtet wirkt Rothenburg plötzlich nicht mehr wie eine Ansammlung berühmter Häuser, sondern wie eine mittelalterliche befestigte Stadt, die auf einem Hochplateau über dem Tal liegt.
- Diese Perspektive halte ich für besonders wichtig, weil sie das Verhältnis zwischen Stadt und Landschaft sichtbar macht.
„Das Taubertal“
- Das Taubertal gehört für mich genauso zu Rothenburg wie die Stadtmauer.
- Die Stadt wird häufig als mittelalterliche Stadt innerhalb ihrer Mauern wahrgenommen. Tatsächlich ist ihre Lage über dem Tal ein wesentlicher Bestandteil ihrer historischen Erscheinung.
- Die Doppelbrücke im Taubertal ist dafür ein besonders bekanntes Beispiel.
- Auch das Topplerschlösschen zeigt, wie eng die mittelalterliche Stadt mit ihrer Umgebung verbunden war.
- Das kleine Gebäude aus dem späten 14. Jahrhundert vereint Wohn- und Wehrfunktion auf ungewöhnliche Weise und steht heute sinnbildlich für die historische Kulturlandschaft unterhalb der Stadt.
„Der Klostergarten und das Wildbad“
- Das ehemalige Wildbad liegt außerhalb des klassischen Altstadtrundgangs und gehört zu den Orten, an denen sich die Geschichte Rothenburgs mit der Landschaft verbindet.
- Heute ist der Bereich vor allem wegen seiner Park- und Tallage interessant.
- Zusammen mit dem Klostergarten und den Wegen ins Taubertal entsteht dadurch ein Gegenbild zur dicht bebauten Altstadt.
- Rothenburg kann also sowohl laut und touristisch als auch ausgesprochen ruhig sein.
„Jüdische Geschichte“
- Zur Geschichte Rothenburgs gehört auch die Geschichte der jüdischen Bevölkerung.
- Bereits im Mittelalter bestand eine jüdische Gemeinde.
- Das jüdische Leben wurde allerdings mehrfach durch Verfolgung und Vertreibung unterbrochen.
- Auch im 20. Jahrhundert wurde die jüdische Bevölkerung während der nationalsozialistischen Herrschaft verfolgt und vertrieben.
- Diese Geschichte gehört zur Stadtgeschichte und darf bei einer modernen Betrachtung Rothenburgs nicht hinter der romantischen Altstadtkulisse verschwinden.
- Gerade historische Städte müssen für mich beides leisten: Sie dürfen ihre Schönheit zeigen, müssen aber gleichzeitig ihre schwierigen Kapitel sichtbar halten.
„Zerstörung im Zweiten Weltkrieg“
- Auch Rothenburg blieb vom Zweiten Weltkrieg nicht verschont.
- In den letzten Kriegswochen wurde die Stadt von einem amerikanischen Luftangriff getroffen. Ein erheblicher Teil der historischen Altstadt wurde zerstört.
- Etwa 45 Prozent der historischen Bausubstanz innerhalb der Stadtmauer waren betroffen.
- Dass Rothenburg heute wieder weitgehend geschlossen historisch erscheint, ist deshalb nicht selbstverständlich.
- Der Wiederaufbau nach dem Krieg war ein großes Gemeinschaftsprojekt.
- Viele Gebäude wurden entsprechend ihrer historischen Form rekonstruiert.
- Damit ist die heutige Altstadt nicht ausschließlich ein unverändertes mittelalterliches Original.
- Sie ist zugleich ein Zeugnis für die Fähigkeit einer Stadt, nach schwerer Zerstörung ihre historische Identität wiederherzustellen.
„Rothenburg und die UNESCO“
- Die besondere historische Bedeutung Rothenburgs hat auch zu Überlegungen geführt, die Stadt beziehungsweise ihre historische Kulturlandschaft für das UNESCO-Welterbe vorzuschlagen.
- Dabei geht es nicht allein um einzelne Gebäude.
- Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel von Stadtstruktur, Befestigung, historischen Gebäuden, Landschaft und mittelalterlicher Entwicklung.
- Gerade diese Verbindung macht Rothenburg kulturhistorisch interessant.
„Kulinarisches Rothenburg“
- Natürlich gehört zu einer Stadtanalyse auch die Frage, was auf dem Teller landet.
- Rothenburg steht kulinarisch für die fränkische und tauberfränkische Küche.
- Besonders bekannt sind die Rothenburger Schneeballen.
- Dabei handelt es sich um ein traditionelles Gebäck aus Mürbeteig, das in Streifen geschnitten, zu einer Kugel geformt und anschließend ausgebacken wird.
- Traditionell wird der Schneeballen mit Puderzucker serviert. Heute gibt es zahlreiche Varianten.
- Für mich sind Schneeballen allerdings mehr als ein touristisches Souvenir. Sie gehören zur kulinarischen Identität der Stadt.
„Wein aus dem Taubertal“
- Rothenburg ist außerdem eine Weinregion.
- Unterhalb der Stadt liegen Weinberge, und die Umgebung gehört zum Taubertal.
- Angebaut werden unter anderem Silvaner, Riesling und Bacchus sowie regionale Spezialitäten wie Tauberschwarz.
- Damit verbindet sich die historische Stadt unmittelbar mit ihrer landwirtschaftlichen Umgebung.
- Die Initiative „Genießen ob der Tauber“ setzt genau hier an und stellt regionale Produkte und die fränkisch-hohenlohische Küche in den Mittelpunkt.
- Dazu gehören beispielsweise Äpfel aus dem Taubertal, Grünkern, Produkte aus den Mühlen der Region, Lamm und Wild.
- Rothenburg wurde außerdem als einer der bayerischen „100 Genussorte“ ausgezeichnet.
„Bier und fränkische Tradition“
- Neben dem Wein gehört natürlich auch Bier zur fränkischen Region.
- In der Umgebung befindet sich unter anderem die Landwehr-Bräu in Reichelshofen. Die Brautradition reicht dort bis ins 18. Jahrhundert zurück.
- Damit ist auch die Bierkultur ein Teil des regionalen Umfelds von Rothenburg.
„Ein Fernsehkoch aus Rothenburg“
- Bei meiner Recherche bin ich auf eine interessante Verbindung zwischen Rothenburg und der frühen deutschen Fernsehgeschichte gestoßen.
- Hans Karl Adam war einer der frühen Fernsehköche Deutschlands.
- Er wurde 1915 in Neisse geboren und arbeitete zunächst als Koch, bevor er später durch seine Fernsehauftritte einem großen Publikum bekannt wurde.
- In den 1960er Jahren war er unter anderem im Bayerischen Rundfunk und in der ARD zu sehen.
- Adam lebte und arbeitete auch in Rothenburg und betrieb dort ein Hotel.
- Damit gehört sein Name zu einem weniger bekannten Kapitel der Rothenburger Stadtgeschichte.
- Interessant finde ich dabei vor allem, dass Rothenburg nicht nur Kulisse für historische Geschichten war, sondern selbst mit der Entwicklung des frühen deutschen Fernsehens verbunden ist.
„Rothenburg bei Tag und bei Nacht“
- Eine ganz eigene Perspektive eröffnet sich am Abend.
- Der Rothenburger Nachtwächter gehört heute zu den bekanntesten touristischen Angeboten der Stadt.
- Bei den Führungen geht es nicht nur um Gebäude.
- Erzählt werden Geschichten über das mittelalterliche Leben, die Stadtgeschichte und historische Ereignisse.
- Dadurch verändert sich die Wahrnehmung der Stadt.
- Am Tag steht häufig die Architektur im Mittelpunkt.
- In der Nacht werden daraus Geschichten.
- Das ist für mich eine der interessantesten Möglichkeiten, historische Städte zu erleben.
„Rothenburg als Filmkulisse“
- Rothenburg besitzt außerdem eine bemerkenswerte Filmgeschichte.
- Die historische Architektur machte die Stadt bereits früh für Filmproduktionen interessant.
- Gedreht wurden unter anderem Szenen für internationale und deutsche Produktionen.
- Besonders konkret lässt sich die Nutzung Rothenburgs als Drehort bei „Der Brief für den König“ aus dem Jahr 2008 nachvollziehen.
- Für diese Produktion wurden unter anderem das Kobolzeller Tor, die St.-Wolfgangskirche, die Doppelbrücke, das Rathaus, St. Jakob, das Rosmaringäßchen sowie Bereiche im Taubertal in und um Rothenburg genutzt.
- Damit ist Rothenburg tatsächlich als Drehort dokumentiert und nicht lediglich als optische Inspiration.
„Rothenburg und Harry Potter“
- Auch die Verbindung zu den Harry-Potter-Filmen gehört zu den Geschichten, die immer wieder mit Rothenburg in Verbindung gebracht werden.
- Bei meiner Recherche habe ich allerdings festgestellt, dass hier zwischen verschiedenen Behauptungen unterschieden werden muss.
- Dokumentiert ist, dass Luftaufnahmen von Rothenburg für „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1“ hergestellt wurden.
- Ob bestimmte weitere Aufnahmen tatsächlich im fertigen Film verwendet wurden, wird dagegen in verschiedenen Quellen unterschiedlich dargestellt.
- Deshalb würde ich Rothenburg nicht ohne weitere Einschränkung als Drehort einer bestimmten Harry-Potter-Szene bezeichnen.
- Gerade bei Filmgeschichten halte ich diese Unterscheidung für wichtig:
- Eine Stadt kann für eine Produktion aufgenommen worden sein, ohne dass das entsprechende Material später im fertigen Film zu sehen ist.
„Rothenburg und die Eisenbahn“
- Auch die Eisenbahn gehört zur Entwicklungsgeschichte Rothenburgs.
- 1873 erhielt die Stadt ihren Eisenbahnanschluss.
- Der Bahnhof liegt außerhalb der historischen Altstadt und ist heute über die Strecke von Steinach nach Rothenburg erreichbar.
- Die Eisenbahn war für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Stadt von Bedeutung.
- Gerade im Zusammenhang mit dem zunehmenden Fremdenverkehr wurde Rothenburg dadurch besser erreichbar.
- Dieses Thema werde ich auf meiner Eisenbahnseite noch einmal gesondert und ausführlicher behandeln, weil die Geschichte des Bahnanschlusses dort wesentlich besser aufgehoben ist.
„Rothenburg heute“
- Heute lebt Rothenburg zu einem großen Teil vom Tourismus.
- Die Stadt ist international bekannt und wird von Gästen aus vielen Ländern besucht.
- Gleichzeitig darf man Rothenburg nicht ausschließlich als Tourismusort betrachten.
- Es gibt Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistungen.
- Die Lage an der Autobahn A7 und die Nähe zur A6 sind für den Wirtschaftsstandort wichtig.
- Zu den wirtschaftlichen Bereichen gehören unter anderem Maschinenbau, Elektrotechnik, Druck und Kunststoffverarbeitung.
- Damit existiert neben der historischen Altstadt ein ganz normaler moderner Wirtschaftsstandort.
„Anreise und Verkehr“
- Mit dem Auto ist Rothenburg über die Autobahn A7 gut erreichbar.
- Die Anschlussstelle trägt die Bezeichnung „Rothenburg/Tauber“.
- Auch mit der Bahn ist die Stadt erreichbar.
- Von Steinach aus führt eine Regionalbahn nach Rothenburg.
- Der Bahnhof liegt so, dass die historische Altstadt anschließend zu Fuß erreicht werden kann.
- Rothenburg besitzt außerdem einen eigenen Verkehrslandeplatz.
- Damit verfügt die Stadt über mehrere Verkehrsanbindungen, obwohl sie selbst vergleichsweise klein ist.
„Rothenburg und Europa“
- Interessant ist auch der Blick über Deutschland hinaus.
- Rothenburg unterhält offizielle Städtepartnerschaften unter anderem mit Athis-Mons in Frankreich, Susdal in Russland und Uchiko in Japan.
- Darüber hinaus bestehen Freundschaften und Verbindungen zu weiteren Städten, unter anderem in Deutschland, Italien, Tschechien und der Schweiz.
- Besonders die Partnerschaft mit Uchiko zeigt, dass Rothenburg auch außerhalb Europas kulturelle Beziehungen aufgebaut hat.
„Die Weihnachtsstadt“
- Eine besondere Rolle spielt die Weihnachtszeit.
- Der Rothenburger Reiterlesmarkt gehört zu den bekanntesten Weihnachtsmärkten Deutschlands.
- 2026 findet der Markt vom 20. November bis zum 23. Dezember statt.
- Die historische Altstadt bildet dabei die Kulisse für den Markt.
- Allerdings ist gerade die Weihnachtszeit ein gutes Beispiel dafür, wie stark Rothenburg inzwischen mit einem bestimmten touristischen Bild verbunden ist.
- Das Bild der Weihnachtsstadt ist Teil der modernen Identität geworden, obwohl die historische Geschichte natürlich wesentlich älter ist.
„Was Rothenburg für mich besonders macht“
- Nach meiner gesamten Recherche bleibt bei mir vor allem ein Gedanke hängen:
- Rothenburg ist nicht nur eine mittelalterliche Stadt.
- Rothenburg ist eine Stadt, in der verschiedene Zeiten gleichzeitig sichtbar werden.
- Die Reichsstadt erinnert an das Mittelalter.
- Die Stadtmauer erzählt von Verteidigung und Macht.
- Die Kirchen erzählen von Religion und Kunst.
- Die Museen bewahren Alltags- und Kulturgeschichte.
- Die jüdische Geschichte erinnert an Verfolgung und Verlust.
- Die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und der Wiederaufbau zeigen, dass auch eine scheinbar zeitlose Stadt eine moderne Geschichte besitzt.
- Das Taubertal verbindet die Stadt mit ihrer Landschaft.
- Die Gastronomie verbindet Geschichte mit Gegenwart.
- Die Eisenbahn und die Autobahn zeigen die Entwicklung der Mobilität.
- Der Film macht aus Rothenburg eine internationale Kulisse.
- Und der Tourismus hat aus der Stadt schließlich ein weltweit bekanntes Reiseziel gemacht.
„Mein Fazit der Recherche“
- Rothenburg ob der Tauber ist für mich ein besonders gutes Beispiel dafür, warum man historische Städte nicht nur anhand ihrer bekanntesten Sehenswürdigkeiten betrachten sollte.
- Natürlich gehören Plönlein, Rathaus, Stadtmauer und St. Jakob zu Rothenburg.
- Aber die eigentliche Geschichte beginnt dort erst.
- Interessant wird Rothenburg, wenn man die Stadt als Ganzes betrachtet: als ehemalige Reichsstadt, als befestigten mittelalterlichen Lebensraum, als Ort religiöser und kultureller Geschichte, als Stadt mit einer schwierigen Vergangenheit, als Filmkulisse, als Wirtschaftsstandort und als Teil der Landschaft des Taubertals.
- Besonders wichtig finde ich dabei die Perspektive von außerhalb der Stadtmauer.
- Wer vom Taubertal auf Rothenburg schaut, erkennt plötzlich, warum diese Stadt überhaupt dort entstanden ist und weshalb ihre mittelalterliche Struktur bis heute so beeindruckend wirkt.
- Für mich ist Rothenburg deshalb nicht einfach nur „eine schöne mittelalterliche Stadt“.
- Rothenburg ist ein historisches Gesamtensemble, das sich über Jahrhunderte verändert hat und trotzdem seinen unverwechselbaren Charakter bewahren konnte.
- Genau diese Mischung aus Geschichte, Architektur, Landschaft, Kultur und Gegenwart macht die Stadt für mich zu einem interessanten Ziel für „Deutschland erkunden leicht gemacht“.



